In die Schönheitsbranche eindringende Ernährungstrends sind nichts Neues. In den letzten zwei Jahren haben wir einen Anstieg an Kokosölprodukten in der Schönheitsindustrie gesehen. Auch Avocado-Masken oder Kohlereiniger waren sehr beliebt. Jetzt sind es also glutenfreie Kosmetika.

Die Antwort: Es häng ganz davon ab, ob Sie tatsächlich eine Intoleranz ausgebildet haben, Wenn nicht, sind glutenfreie Kosmetika einer reiner Marketing-Gag und faktisch sinnlos. Die Symptome einer Glutensensibilität ähneln vielen anderen Krankheiten und viele denken an erster Stelle an Gluten. Glutenfreie Kosmetikprodukte sind zwar angesagt, aber absolut unnötig.

Personen mit einer tatsächlich diagnostizierten Glutenintoleranz sollten lediglich auf ein Kosmetikprodukt achten: Lippenstifte. Falls die Farbe des Lippenstifts mit Gluten in den Mund gelangt, kann ein Hautausschlag die Folge sein.

Alle anderen Produkte? Wenn Sie wirklich auf Weizen allergisch reagieren, haben Sie mit keinen Kosmetika Probleme. Die Gluten-Moleküle sind sehr groß und können nicht in die Haut eindringen. Und es gibt wirklich kleine Vorteile durch die Anwendung glutenfreier Kosmetika. Tatsächlich kann es sogar mehr schaden als helfen. Manchmal werden Inhaltsstoffe mit anderen Substanzen ersetzt, auf die Sie viel wahrscheinlicher allergisch reagieren könnten.

Wenn Sie während der Nutzung herkömmlicher Kosmetika allergische Reaktionen wahrnehmen, liegt es in sehr seltenen Fällen an Gluten. “Solche Reaktionen treten häufig bei pflanzlichen Produkten auf, wobei Anwendern dies nicht bewusst ist. Zum Beispiel reagiert Teebaumöl auf Lavendel. Selbst wenn Sie beide Inhaltsstoffe einzeln problemlos nutzen können, kann es bei der Kombination dieser beiden Inhaltsstoffe zu Problemen kommen. Oftmals erfolgen die allergischen Reaktionen aus für Anwender unerfindlichen Gründen.

Glutenfreie Produkte können Ihnen nicht schaden, helfen allerdings auch nicht.

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